Gefühle des Abschiednehmens bei Veränderungen....

Wer kennt das nicht - monatelang, manchmal jahrelang überlegt man zu kündigen. Soll man oder soll man nicht? Dann irgendwann - aus welchen Gründen auch immer - trifft man die Entscheidung zu gehen und spürt eine große Freude, vielleicht auch Erleichterung. Endlich hat man es geschafft. Man kommuniziert die Entscheidung an sein Netzwerk, natürlich auch im Unternehmen.


Und dann ist es soweit - nur mehr ein paar Wochen/Tage bis zum Tag X und auf einmal hinterfragt man die eigene Entscheidung, spürt eine Schwere in sich. Obwohl das ja der Moment war, auf den man so lange gewartet hat. Die Vorfreude auf das Neue ist weg und man fragt sich, was nun passiert. Hat man etwa nicht die richtige Entscheidung getroffen?


Was genau passiert hier mit uns? Ein Prozess des Abschiednehmens vom "alten" Leben.... wir spüren und fühlen in uns eine Veränderung. Es ist ein natürlicher Prozess, der passiert, um etwas Neues ins Leben zu lassen. Wir lassen das Alte los. Wir lösen uns davon. Manche von uns tun sich damit leichter, anderen Menschen fällt es wiederum schwer.


Wir leben in einer Welt, in der wir ständig versuchen, uns zu optimieren. Viele von uns sind auf der Suche nach sich selbst, suchen die Erfüllung. Ich habe das Gefühl, dass viele Menschen ständig auf der Suche nach dem Glück sind, immer positiv sein möchten und diesen Gefühle der Traurigkeit, der Schwere nur wenig Platz eingeräumt werden darf. Aber es ist Platz für alles - für alle Gefühle des Lebens, die ich spüre. Und ja, dieser Abschied dauert manchmal etwas länger, manchmal geht er schneller von statten. Individuell - wie das Leben.


Eine meiner liebsten Übung aus der Achtsamkeitspraxis, die ich sehr vielen meiner KlientInnen mitgebe, ist die 3 minutes breathing space Übung, die ich in meinem Kurs am Mindfulness Center der University of Oxford gelernt habe. Diese Übung hilft, meine Gefühle wahr zu nehmen, diese im Körper zu spüren und allen Gefühlen, die da sind, Raum zu geben. Und wenn mir dies möglich war, dann konzentriere ich mich wieder auf die Atmung. Und versuche dann die Offenheit und Weite der Atmung mit zurück in den Alltag zu nehmen. Probiert es aus - eine Anleitung findet ihr hier- und lasst mich wissen, wie euch das gefallen hat.




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